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Michael Kluth zu Angelique Kerber

Kommentar Michael Kluth zu Angelique Kerber

Gräm Dich nicht, Angie! Die Niederlage im Wimbledon-Finale ist aller Ehren wert. Angelique Kerber hat groß gekämpft und phasenweise ihr bestes Tennis gespielt, nur: Auf dem heiligen Rasen war kein Kraut gewachsen gegen eine der beeindruckendsten Sportlerinnen unserer Zeit.

Kiel. Gegen eine Serena Williams in Bestform hat derzeit keine Tennisspielerin der Welt eine Chance. Auch Williams hat im Endspiel ihr bestes Tennis gespielt, weil Kerber es ihr abverlangt hat und ihr erkennbar das Wasser reichen konnte. Deshalb muss die Kielerin das verlorene Finale als Mutmacher betrachten.

Die Reaktion der Zuschauer wird die 28-Jährige bestärken. Am Anfang standen sie hinter Williams, ehe sich das Blatt wendete und Kerber für ihre spektakuläre Spielweise ohrenbetäubende Unterstützung erhielt. Sie spürte die Anerkennung, die ihr lange verwehrt geblieben war. Angelique Kerber hat die Herzen der Fans erobert. Mehr noch als am 30. Januar bei ihrem ersten Grand-Slam-Coup in Australien. Und Kerber hat sich und den Zweiflern bewiesen, dass die magische Nacht von Melbourne keine Eintagsfliege war. Nein, sie trägt das Champion-Gen in sich. Das hat Wimbledon bewiesen.

Gute Voraussetzungen für die Jagd nach weiteren Trophäen. Angelique Kerber kann selbst die große Serena Williams an anderen Tagen besiegen. Sonnabend war leider nicht so ein Tag. Kein Grund, sich zu grämen.

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Ein Artikel von
Michael Kluth
Ressortleiter Sportredaktion

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Foto: Erhobenen Hauptes hält Angelique Kerber die Trophäe für Platz zwei in Wimbledon in die Kameras und lächelt mit ungebrochenem Stolz.

Nach dem Wimbledon-Finale überwiegt bei Angelique Kerber der Stolz auf die starke Leistung. Außerdem hat sie bereits jetzt das nächste sportliche Ziel ins Auge gefasst: In wenigen Tagen bereits will sie bei Olympia angreifen.

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