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Michael Kluth zum Anschlag auf den BVB

Kommentar Michael Kluth zum Anschlag auf den BVB

Die kalte Menschenverachtung macht fassungslos. Wie gefühllos, wie gewissenlos, wie entmenscht muss ein Täter sein, der Dutzende in den Tod bomben will, um Spekulationsgewinne zu erzielen? Unfassbar.

Diesseits des Unfassbaren sind polizeiliche, politische, sportliche und wirtschaftliche Aspekte des Dortmunder Bus-Anschlags festzuhalten.

 Bundesanwaltschaft und Polizei haben erkennbar großartige Arbeit geleistet. Sie haben binnen zehn Tagen einen Tatverdächtigen ermittelt und festgenommen. Die Lehre: Sie haben Vertrauen und Anerkennung verdient.

 Es ist kein „üblicher Verdächtiger“. Weder rechts- noch linksextrem, kein Islamist, kein Terrorist. Schuldzuweisungen in diese Richtungen erweisen sich als eilfertig und falsch. Die Lehre: Nächstes Mal besser die Klappe halten und die Ermittler erst mal arbeiten lassen.

 Borussia Dortmund hat der Bombenanschlag die Teilnahme am Halbfinale der Champions League gekostet. Sportlicher Wettstreit war unter diesen Umständen nicht möglich. Die Lehre: Eine Wildcard für die kommende Champions-League-Saison wäre ein minimaler sportlicher Nachteilsausgleich.

 Dass es überhaupt möglich ist, auf einen Aktienverfall quasi zu wetten, ist pervers. Put-Optionen sind eine festgeschriebene Versuchung für kriminelle Machenschaften. Die Lehre: Das Aktienrecht muss um diese Perversion schleunigst bereinigt werden.

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Ein Artikel von
Michael Kluth
Ressortleiter Sportredaktion

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Laut Medienberichten
Mitglieder der Spezialeinheit GSG9 auf dem Gelände der Bundespolizeifliegerstaffel in Blumberg. (Archivbild)

Der Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund hat den Fußballverein nachhaltig verunsichert. So führen die Vereinschefs derzeit Gespräche mit Sicherheits-experten, darunter ehemaligen GSG9- und BKA-Beamten, welche die Mannschaft beschützen sollen.

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