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Michael Kluth zum SHFV

Kommentar Michael Kluth zum SHFV

Es ist ein bisschen wie in der Politik, man kennt das aus den Parteien: Wenn Angriffe von außen kommen, werden die Reihen innen fest geschlossen. So ist es jetzt auch im Schleswig-Holsteinischen Fußballverband. Der Beirat, als zweithöchstes Gremium so etwas wie der Parteiausschuss des Verbandes, hat dem Vorstand und der Geschäftsführung in der Finanzkrise geradezu demonstrativ den Rücken gestärkt.

Es gab kein kritisches Wort.

Das muss am Geist von Malente liegen. Anders ist kaum zu erklären, warum die Kreisverbandsvorsitzenden dem unüberhörbaren Murren an der Basis über das Finanzgebaren der Verbandsfürsten in der Beiratssitzung nicht wenigstens Ausdruck verliehen haben. So konnten Vorstand und Geschäftsführung am Abend in aller Selbstgerechtigkeit vor die Öffentlichkeit treten und inbrünstig den Eindruck vermitteln, es sei alles in Butter.

Ist es aber nicht. Das belegen die roten Zahlen. Das belegen die einschneidenden Sparpläne. Das belegt die tiefe Empörung unter Ehrenamtlern in den Vereinen und Stützpunkten. Die Beiratssitzung hat vielleicht zur Selbstvergewisserung der Führung getaugt, aber sicher nicht zur Befriedung der Basis. Wenigstens ein Wort des Bedauerns über die furchtbare Finanzlage und die unkontrollierte Veruntreuung von Vereinsmitteln wäre fällig gewesen. Nicht einmal dazu hat es gereicht. Geschweige denn zu überzeugenden Antworten. Die Frage bleibt offen, wie „die da oben“ eigentlich mit ihnen anvertrautem Geld umgehen. Es ist eben ein bisschen wie in der Politik.

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Michael Kluth
Ressortleiter Sportredaktion

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Landesfußballverband
Foto: Im Angesicht der Finanzkrise hat der etwa 30-köpfige Beirat dem Präsidenten Hans-Ludwig Meyer am Sonnabend in Malente den Rücken gestärkt.

Schulterschluss im Schleswig-Holsteinischen Fußballverband: Im Angesicht der Finanzkrise hat der etwa 30-köpfige Beirat, das zweithöchste Gremium des Fußballs in Schleswig-Holstein, dem Präsidenten Hans-Ludwig Meyer am Sonnabend in Malente den Rücken gestärkt.

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