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Patrick Tiede zu Robert Habecks Zukunft

Kommentar Patrick Tiede zu Robert Habecks Zukunft

Halb zieht es ihn, halb sinkt er hin: Robert Habeck, stellvertretender Ministerpräsident und heimlicher Super-Minister mit riesiger Bandbreite, weiß nicht recht, wie es nach dem Doppel-Wahljahr 2017 mit ihm weitergehen soll. Zu viele spannende Optionen liegen auf dem Tisch. Teile der Bundes-Grünen legen ihm die Spitzenkandidatur nahe.

Geht das gut, mit Urwahl, Urnengang und allem Drum und Dran, wäre mindestens ein Spitzenposten in der Bundestagsfraktion drin, vielleicht sogar ein Platz im historischen schwarz-grünen Merkel-Kabinett. Ein Wahnsinn für einen „Anti-Politiker“ wie Habeck, der erst recht spät in die Politik gekommen ist.

Geht es schief, hätte er jedoch die „sichere Bank“ im Norden verloren. Noch einmal Vize-MP, vielleicht an der Spitze eines anderen Ministeriums oder mit einem neuen Koalitionspartner: Das alles ist auch nicht nichts.

Seit Monaten rechnet der wichtigste Grüne des Landes nun schon derart herum. Und belastet mit seinem „Luxusproblem“ zunehmend auch Landesverband und Fraktion. Die Grünen ohne Habeck im Landtagswahlkampf: Dieses Szenario würde ein mittleres grünes Erdbeben auslösen. Da will man die Seismografen rechtzeitig ausschlagen sehen. Es wird für Habeck also Zeit, Farbe zu bekennen. Und zwar nicht erst zum Jahresende, wenn die Partei in Bund und Land ohnehin die Weichen in Richtung Wahlen stellt. Er sollte den Rechenschieber aus der Hand legen und vorher sagen, wofür sein Herz schlägt. Nur da ist er richtig.

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Ein Artikel von
Patrick Tiede
Redaktion Lokales Kiel/SH - Landeshaus-Korrespondent

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