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Paul Wagner zum neuen Hundegesetz

Kommentar Paul Wagner zum neuen Hundegesetz

Die FDP im schleswig-holsteinischen Landtag kann im Kampf ums politische Überleben einen Erfolg verbuchen. Nach zweijähriger Debatte, Dutzenden Änderungen, Anhörungen von Experten verschiedener Richtungen und mehreren Runden durch die Ebenen des Gesetzgebungsverfahrens bekommt das Land auf Drängen der Freidemokraten ein neues Hundegesetz. Trotz ihrer Rolle als Oppositionspartei hat es die Truppe um Fraktionschef Wolfgang Kubicki geschafft, die Regierungsfraktionen von einer Neufassung der umstrittenen Regelung zu überzeugen. Tausende Hundebesitzer im Land werden den Liberalen diese Hartnäckigkeit danken.

Denn es waren dicke Bretter zu bohren und am Ende überzeugte wohl die Sachlichkeit, mit der die meist zerstrittenen Fraktionen in diesem Fall übereingekommen sind. Denn vor 15 Jahren – nach tödlichen Hundebissen in Hamburg – wurde auf Bundesebene und auf dem Rücken der Tiere eine populistische Kampagne gefahren, die einzelne Rassen bis zum heutigen Tag unter Generalverdacht stellt. Altkanzler Schröder sprach damals von „Kampfmaschinen“ und setzte die Länder unter Zugzwang. Nun müssen die aktionistischen Schritte mühsam wieder eingefangen werden.

Ein Wermutstropfen aber bleibt: Mit dem neuen Gesetz wird der behördliche Umgang mit Hunden zwar erleichtert. Das Problem, dass sich am anderen Ende der Leine mitunter Idioten bewegen, hat sich jedoch nicht erledigt.

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Paul Wagner
Redaktion Lokales Kiel/SH

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Schleswig-Holstein
Foto: Ein neues Hundegesetz wird Anfang 2016 in Schleswig-Holstein Kraft treten. Der Landtag beschloss am Mittwoch eine Reform des bisherigen Gefahrhundegesetzes.

Abschaffung der Rasselisten gefährlicher Hunde, eine Haftpflichtversicherung und die sachgerechte Entsorgung von Kot — das sind zentrale Punkte des neuen Hundesgesetzes in Schleswig-Holstein.

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