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Robert Michalla zu Sozialwohnungen

Kommentar Robert Michalla zu Sozialwohnungen

Ein Förderprogramm hier, ein Antrag dort, schon planen Architekten Häuser und ziehen Bauarbeiter vier Wände hoch – behoben ist die Wohnungsnot. Das klingt erfreulich, doch so einfach ist es nicht. Wohnraumpolitik ist eine Riesenbaustelle.

Es ist richtig und gut, dass das Land ein Förderprogramm aufgelegt hat. Es ist erfreulich, dass Wohnungsgesellschaften die niedrigen Zinsen und das bereitstehende Geld nutzen, um Wohnungen zu bauen. Das Problem ist nur: Bis die neuen Sozialwohnungen bezugsfertig sind, vergehen mitunter Jahre. Kurzfristig geholfen ist also den wenigsten. Und es ist auch noch lange nicht ausgemacht, dass die Wohnungsnot in Zukunft ein für allemal behoben sein wird.

 Der Schwund bezahlbarer Wohnungen zeigt, dass in der Vergangenheit ein vernünftiger Plan fehlte. Es ist umso wichtiger, einen für die Zukunft zu haben. Es gilt unter anderem, Wohnungen dort zu bauen, wo sie nach Möglichkeit noch in Jahrzehnten Mieter finden. Das ist in Städten eher der Fall als auf dem Land, wo die Baukosten zwar geringer sind, aber schon heute kaum ein Bus fährt und noch seltener ein Arzt praktiziert. Auch Kommunen müssen sozialen Wohnungsbau wollen und dazu beitragen. Andernfalls verfallen die schönsten Sozialwohnungen zu Bruchbuden. Für die nächste Landesregierung wird es eine wichtige Aufgabe sein, besser zu planen. Sonst brauchen Bauarbeiter gar nicht erst die Schaufel schwingen.

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Ein Artikel von
Robert Michalla
Wirtschaftsredaktion

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Viele Förderanträge
Foto: Aus Sicht von Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen, entwickelt sich der geförderte, soziale Wohnungsbau in die richtige Richtung.

Der Bau von Sozialwohnungen in Schleswig-Holstein nimmt Fahrt auf. In den ersten drei Monaten erreichten die Investitionsbank des Landes Förderanträge im Wert von 90 Millionen Euro.

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