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Robert Michalla zu den Elektroautos

Kommentar Robert Michalla zu den Elektroautos

35 Ladepunkte für Elektroautos bundesweit, 1900 neue öffentliche Ladepunkte seit März 2016: Was wie ein großer Erfolg für die Elektromobilität klingt, ist allenfalls ein erster Schritt.

Die Karte der Bundesnetzagentur verfolgt das richtige Ziel: Fahrer von E-Autos sollen auf einen Blick erfahren, wo sie ihren Wagen laden können. Doch bis dahin ist es für die Behörde noch ein weiter Weg. Derzeit umfasst die Karte nicht einmal die Hälfte aller bundesweit öffentlich zugänglichen Ladestellen.

 So, wie die Karte derzeit aussieht, könnte sie das Ziel der Bundesregierung torpedieren, eine Million Elektroautos auf die Straße zu bringen. Denn noch verfügen E-Mobile über eine geringe Reichweite, ihre Fahrer sind daher auf ein dichtes Netz an Ladesäulen angewiesen. Eine lückenhafte Karte könnte Käufer von E-Autos abschrecken.

 Zudem muss ist das Angebot zu dürftig. Eine Übersicht allein reicht nicht mehr aus, wie Dutzende Apps für konventionelle Tankstellen schon heute beweisen. Wenn sämtliche Ladesäulen für Verbraucher etwa in einer App übersichtlich einsehbar sind, könnte dadurch die Bereitschaft der Menschen weiter steigen, sich ein Elektroauto zu kaufen. Die App könnte überdies zeigen, ob die Ladesäule frei oder besetzt ist. Denn im Vergleich zum Tanken dauert das Laden derzeit mindestens zehnmal so lang. Zeit aber haben die wenigsten Autofahrer. Und der Umstieg vom Verbrennungsmotor zur Elektromobilität zum Schutz der Umwelt hat sie auch nicht.

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Robert Michalla
Wirtschaftsredaktion

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