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Ruth Bender zur neuen Spielzeit

Kommentar Ruth Bender zur neuen Spielzeit

Das Schauspiel darf sich ein bisschen ausruhen nach Großprojekten wie dem Doppelspiel der „Zehn Gebote“, das in der kommenden Woche zur Uraufführung kommt, und der Open-Air-Musicalisierung von Schillers „Räuber“ durch die Hamburger Indie-Band Kettcar am 1. Juli am Seefischmarkt.

Da kann man in der kommenden Saison 2016/17 gelassen auf Nummer sicher gehen und den Entdeckerteil auf die kleine Bühne im Studio verlagern. Oder auf die anderen Sparten. Die Oper jedenfalls setzt mit spektakulären Raritäten-Ausgrabungen, drei Kieler Erstaufführungen, der Fortsetzung von Wagners „Ring“ und der vielversprechend aufgebrezelten Comic-Inszenierung von Rossinis letzter italienischer Oper „Die Reise nach Reims“ die Erwartungen hoch.

Und was sich am Werftpark-Theater tut, darauf darf man – bei aller Nostalgie – sowieso neugierig sein. Neue Gesichter auf und hinter der Bühne. Neue Ästhetiken und neue Wege. Und Astrid Großgasteiger geht als Nachfolgerin von Theaterleiter Norbert Aust gleich in die Vollen. Kein Zweifel daran, dass hier alles anders werden soll. Und das ist gut so, damit die unvermeidliche Vergleichsschleife gar nicht erst greift. Natürlich wird man die bekannten Namen und die gewohnte Ästhetik vermissen. Aber die Neue hält erstmal dagegen, mit schön breit gestricktem Programm, das klassische Kinderbuchhelden neben anspruchsvoll eigenwillige Projekte stellt. Man darf gespannt sein, wie das auf der Bühne aussehen wird.

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Barockoper
Foto: Mit der am meisten gespielten Oper des 19. Jahrhunderts startet die Oper des Kieler Theaters in die neue Spielzeit.

Verdi, Wagner, Schumann — große Musiker prägen zu einem guten Teil den neuen Spielplan des Kieler Theaters. Das Programm bietet aber nicht nur Altbekanntes, sondern auch viel Neues und neu Entdecktes. Politisch Aktuelles richtet sich auch an die ganz Jungen im Publikum.

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