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Silke Rönnau zum Umbau der B 404

Kommentar Silke Rönnau zum Umbau der B 404

Endlich, mag so mancher Autofahrer aufatmen, geht es voran. Beim Umbau der B404 zur A21 wurde ein neues Teilstück auf dem Abschnitt zwischen Stolpe und Nettelsee freigegeben. Doch das heißt nicht, dass man jetzt auf einem neuen Kilometer Autobahn Gas geben kann.

Vielmehr müssen sich die leidgeprüften Pendler auf einen weiteren Schlenker einstellen. Sie fahren nicht mehr über die alte Strecke der B404, sondern nehmen die Ausfahrt zur Anschlussstelle Nettelsee und fahren drüben wieder runter. Wenigstens die Nettelseer können sich über die Entlastung durch die Ortsumgehung freuen.

 Im vergangenen Jahr ruhte die Baustelle in Stolpe mehrere Wochen, weil 15 bis 20 Meter tiefer Moorboden nicht ausgebaggert werden konnte. Weit über 1000 Pfähle wurden in den Untergrund gestampft, um darauf die Fahrbahn gründen zu können. Auf weiteren Flächen musste Erde aufgeschüttet und abgewartet werden, bis sich alles gesetzt hatte. Eine Geduldsprüfung.

 Vor 20 Jahren hatte Bürgermeister Holger Bajorat die ersten Gespräche mit dem Verkehrsminister geführt, der damals noch Peer Steinbrück hieß. Kürzlich stand er – mit dem siebten Verkehrsminister seitdem – mit auf der Brücke und nahm das Teilstück in Augenschein. Doch es ist noch ein langer Weg bis zum Ziel: die Landeshauptstadt Kiel. Bis heute ist unklar, wie und wo die Trasse auf dem Stadtgebiet angeschlossen werden soll. Aber die Planer haben ja noch Zeit – wenn die Autobahn gefühlt wie bisher einen Kilometer pro Jahr vorankommt.

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