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Tamo Schwarz zum THW-Halbjahr

Kommentar Tamo Schwarz zum THW-Halbjahr

Ein Jahr ohne Titel ist in Kiel ein verlorenes Jahr. So war es immer, das Selbstverständnis beim Handball-Rekordmeister THW Kiel. Aus diesem Selbstverständnis keimte das oft beschworene Kieler Sieger-Gen, weitergegeben von Generation zu Generation. Doch die Zebra-DNA ist nur bis zu einem gewissen Grad belastbar.

Ein Jahr ohne Titel, 2003 passierte eine solche Kieler Krise letztmals. Magnus Wislander war gegangen, eine neue Ära war erst zu erahnen. Verletzungen beutelten den Kader. Am Ende stand Platz sechs in der Liga. Man sprach von Umbruch, und was folgte, war die phänomenale Wiedergeburt der Zebras.

Heute spricht man wieder von Umbruch. In einer Saison, in der der THW sich gerade mit einem Sieg gegen die Löwen zurückmeldete, um dann den nächsten Rückschlag zu kassieren, den Ausfall von Kapitän René Toft Hansen, der im Gen-Pool der Mannschaft so etwas wie das Immunsystem ist. Das ist jetzt ausgehebelt.

In einer Saison auch, vor der Pech, schlechtes Timing und strategische Fehler eine unglückliche Allianz bildeten. Jicha, Palmarsson, Lauge – ein Verein wie der THW Kiel hätte einen Plan B auf diesem rasanten Personalkarussell haben müssen. Auch das gehört zum Selbstverständnis. Stattdessen spricht man jetzt vom Umbruchjahr. Ein Jahr, nach dem starke neue Spieler an die Förde kommen werden. Santos, Wolff, Bilyk – das macht richtig Lust. So war es auch 2003, und wieder steht die DNA der Zebras auf dem Prüfstand. Ein verlorenes Jahr? Das Immunsystem ist am Boden. Eine phänomenale Wiedergeburt keinesfalls ausgeschlossen.

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