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Thomas Bunjes zur Konzertwirtschaft

Kommentar Thomas Bunjes zur Konzertwirtschaft

AC/DC haben ihre „Rock-Or-Bust“-Tour verlängert und geben in diesem Jahr zwei Zusatzshows in Deutschland, eine davon im Hamburger Volkspark-Stadion. Die Kasse soll weiter klingeln, denn schon 2015 hat die australische Rockband im Konzertgeschäft satte 114 Millionen Dollar verdient, geschlagen nur von den irischen Kollegen von U2 (130 Millionen Dollar).

Zum Jahresbeginn sind im Hamburger Konzertkalender bereits etliche Weltstars notiert. Nicht annähernd in dieser Liga spielen die Acts, die nach Kiel kommen, aber auch hier ist schon jetzt ein Schub zu verzeichnen.

Damit verstärkt sich ein Trend, der schon in den letzten Jahren zu beobachten war: Die Stars touren, um Geld zu verdienen. Während einst Live-Konzerte vor allem der Werbung für das neue Album dienen sollten, um die Plattenverkäufe anzukurbeln, wird heute versucht, mit frischen Songs möglichst viele Fans in die Konzerte zu locken – vor allem, um stetig schrumpfende Erlöse aus CD-Verkäufen zu kompensieren. Teils extrem gestiegene Konzertpreise machen Tourneen noch lukrativer.

Eine feine Sache für die Fans, die ihre Idole jetzt viel öfter live erleben können. Denn kaum ein Star kann es sich heute noch leisten, ein Album auf den Markt zu werfen und sich dann einfach rar zu machen. Allerdings soll hier nicht der Eindruck erweckt werden, das Touren sei nur eine lästige Pflichtübung. Für die meisten Musiker dürfte das Konzert immer noch das Schönste am Beruf sein.

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Konzerte 2016
Foto: Hat innerhalb weniger Tage das Volkspark-Stadion im Juli ausverkauft: die britische Pop-Rock-Band Coldplay.

Für einen der Höhepunkte des bereits jetzt an Top-Acts nicht armen Konzertjahrs in Hamburg gibt es längst keine Karten mehr. Keine große Überraschung. Handelt es sich doch um Adele, den Soul-Pop-Weltstar, der am 10. und 11. Mai in der Barclaycard-Arena Hello sagen wird.

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