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Thomas Paterjey zum Autopiloten

Kommentar Thomas Paterjey zum Autopiloten

Das Auto ist das liebste Kind der Deutschen, viele setzen mit der Wahl ihres Gefährts ein Statement. Wer sich für einen Wagen des kalifornischen Nischenanbieters Tesla entscheidet, kann mit einem Elektro-Flitzer punkten, dessen Pferdestärken recht umweltfreundlich daherkommen.

Das Auto ist das liebste Kind der Deutschen, viele setzen mit der Wahl ihres Gefährts ein Statement. Wer sich für einen Wagen des kalifornischen Nischenanbieters Tesla entscheidet, kann mit einem Elektro-Flitzer punkten, dessen Pferdestärken recht umweltfreundlich daherkommen. Und auch bei der Reichweite, nach wie vor der Knackpunkt bei E-Mobilen, fahren die Modelle einen Spitzenplatz ein. Ausgestattet sind sie mit raffinierten Extras, unter anderem mit Autopiloten.

Diese Technik wird überschätzt. Am Mittwoch ist ein Tesla-S auf der A24 verunglückt. Dieser Vorfall nährt die Zweifel an der Serienreife von Autopiloten. Als im Juli bekannt wurde, dass es in den USA einen Unfall mit Todesfolge gegeben hatte, betonte Tesla, dass es sich beim Autopiloten um eine unfertige Beta-Version gehandelt habe. Man gab die Anweisung, die Hände unbedingt am Steuer zu halten – übersetzt: „Vertrauen Sie bloß nicht der Technik allein!“

Wer so ein automatisiertes System jedoch ständig nutzt, gewöhnt sich daran – von Tag zu Tag mehr. Und je länger die Autofahrt dauert und je weniger der Fahrer dank modernster Technik selbst tun muss, desto rascher dürfte er ermüden und seine Reaktionsfähigkeit sinken. Zwar reagieren Computer in der Regel schneller als der Mensch – jedoch nur, solange das System selbst nicht überfordert ist. Autofahrer tun daher gut daran, wenn sie ihre Verantwortung nicht vollkommen an Maschinen abgeben.

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Thomas Paterjey
Lokalredaktion Kiel/SH

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