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Thomas Pfeiffer zum neuen HSV-Trainer Bruno Labbadia

Kommentar Thomas Pfeiffer zum neuen HSV-Trainer Bruno Labbadia

Für ungünstige Sach- und Lebenslagen gibt es eine kurze, aber bewährte Handlungsanweisung: Mach’ das Beste draus! In diesem Sinne hat der Hamburger SV mit der Verpflichtung von Trainer Bruno Labbadia für den Moment alles richtig gemacht. Sportdirektor Peter Knäbel war als Interimscoach heillos überfordert. Für die letzten sechs Saisonspiele benötigt das Bundesliga-Schlusslicht einen alten Fahrensmann, der angesichts des katastrophalen Zustands der Mannschaft nichts Geringeres vollbringen muss als ein Wunder.

Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer war schon heilfroh, überhaupt jemanden gefunden zu haben, der die „Mission impossible“ einschließlich Option auf die Zweite Liga übernehmen wollte. Gleichwohl sind die Restrisiken als Folge jahrelanger sportlicher und finanzieller Misswirtschaft beim HSV enorm. Primäre Merkmale von Labbadias Trainer-Karriere waren kurzfristige Erfolge, die langfristig ohne Wirkung waren, sowie Konflikte mit Führungsspielern. Der zweite HSV-Vertrag für den 49-Jährigen nach dessen Entlassung im April 2010 ist ein Experiment mit offenem Ausgang.

Vor dem Engagement des Ex-Profis hatte der HSV die Akte Thomas Tuchel geschlossen. Das könnte sich noch als klug erweisen, denn der Rücktritt von Jürgen Klopp in Dortmund erzeugt in Sachen Nachfolger ein „Gschmäckle“. Hat Tuchel parallel zu den (Schein-)Verhandlungen mit den Hamburgern seinen künftigen Job beim BVB mit Klopp längst ausbaldowert? Sollte sich dieser Verdacht erhärten, stellt sich bei Tuchel die Charakterfrage – nicht zum ersten Mal, frag’ nach in Mainz.

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