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Ulf B. Christen zu CDU-Chef Liebing

Kommentar Ulf B. Christen zu CDU-Chef Liebing

Die Nord-CDU ist theoretisch bestens aufgestellt. Sie hat mit Parteichef Ingbert Liebing einen konservativen Vormann, der als Spitzenkandidat bei der Wahl 2017 auf dem flachen Land kräftig Stimmen sammeln soll. Und sie hat mit Landtags-Fraktionschef Daniel Günther einen klugen Programmatiker, der mit einem modernen Wahlprogramm in den Städten punkten könnte.

In der Praxis funktioniert diese Arbeitsteilung bisher allerdings nicht. Schuld daran ist Liebing. Der Bundestagsabgeordnete von der Westküste kommt nicht in Fahrt. Der designierte Spitzenkandidat ist nicht nur im wahlentscheidenden Hamburger Umland weithin unbekannt. Es mangelt ihm an Profil und derzeit auch an dem nötigen Mut, in Berlin öffentlich für die Anliegen Schleswig-Holsteins zu streiten und sich dafür mit der GroKo und Übermutter Merkel anzulegen.

In der CDU wird Liebings Ladehemmung immer stärker beklagt. Gleichwohl gibt es in der schwarzen Hire-and-Fire-Partei kaum Überlegungen, den blassen Vormann vor die Tür zu setzen. Verantwortlich dafür ist vor allem Günther. Die Nummer zwei der Nord-Union hält die Füße derzeit still. Und dass aus zwei guten Gründen. Erstens: Die CDU kann nach dem Aus ihrer Kurzzeit-Häuptlinge Christian von Boetticher, Jost de Jager und Reimer Böge keinen vierten Neuanfang verkraften. Und zweitens spielt die Zeit für Günther. Er ist mit 41 knapp elf Jahre jünger als Liebing und hat damit beste Chancen, die Union in die Landtagswahl 2022 zu führen.

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Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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