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Ulf B. Christen zum Ausbau der A7

Kommentar Ulf B. Christen zum Ausbau der A7

Der Ausbau der A7 läuft – gemessen an anderen Großprojekten – erfreulich unspektakulär. Das befürchtete Chaos auf der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung des Landes ist bisher ausgeblieben. Die Kosten bewegen sich im Rahmen. Und am wichtigsten: Der Ausbau der Autobahn liegt im Zeitplan.

Die neue A7 könnte damit wie vorgesehen Ende 2018 wirklich fertig sein.

Bei vielen Autofahrern hält sich die Begeisterung gleichwohl in engen Grenzen. Dafür gibt es zwei nachvollziehbare Gründe. Erstens: Selbst im Idealfall bleibt die A7 noch drei Jahre lang eine gefährliche Riesen-Baustelle mit zusätzlichen Verkehrsunfällen, ärgerlichen Staus und letztlich unkalkulierbaren Fahrzeiten. Diese Nebenwirkungen sind mehr als bitter, aber kaum zu vermeiden, wenn eine Hauptverkehrsachse im laufenden Betrieb erweitert wird.

Schwerer wiegt der zweite Grund für den Autofahrerfrust. Auch nach dem Ausbau der A7 wird jede Hamburg-Tour ein Abenteuer sein. Das liegt weniger an den geplanten weiteren Sanierungsarbeiten an der A7 in der Metropole und mehr an dem Kernproblem der norddeutschen Verkehrsinfrastruktur. In Hamburg ist die A7 eine Stadtstraße, über die sich auch – mangels Alternative – viel Fernverkehr quält. Die oft versprochene A20 samt Elbtunnel bei Glückstadt kommt nur im Schneckentempo voran. Es wäre also höchste Zeit, die alten Pläne für eine schnelle und preiswerte östliche Elbquerung im Zuge der A21 bei Geesthacht voranzutreiben.

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Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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