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Ulf B. Christen zum Ingenieur-Studium

Meinung Ulf B. Christen zum Ingenieur-Studium

Die Jamaika-Regierung korrigiert mit dem geplanten Bauingenieur-Studium in Kiel eine bittere Fehlentscheidung. Gemeint ist die Schließung der Baugewerkschule in Eckernförde vor zehn Jahren. Dieser Kahlschlag ist mit Schuld daran, dass es in Schleswig-Holstein seit Jahren an Bautechnikern mangelt.

Das Land löst mit dem neuen Studiengang an der FH Kiel also auch ein altes hausgemachtes Problem.

Das Studienangebot ist aber nur ein wichtiger Baustein, um die Sanierung und den Ausbau der Infrastruktur im Norden voranzutreiben. Erforderlich ist auch ein Umbau der Planungsbehörden und hier insbesondere des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr. Der LBV muss als Arbeitgeber attraktiver werden, Ingenieure mindestens so gut bezahlen dürfen wie Privatfirmen und gerade dem Fachpersonal angesichts der künftigen Bundes-Infrastrukturgesellschaft eine Perspektive bieten. Es bleibt also viel zu tun.

Mit dem neuen Studiengang ist immerhin ein Anfang gemacht. Er wird sich für Schleswig-Holstein auszahlen und die FH Kiel weiter stärken. Sie ist bereits jetzt – nach der Kieler Universität – die zweitgrößte Hochschule im Land. Da wundert es nicht, dass die FH Lübeck Störfeuer schießt und vor Doppel-Angeboten in Schleswig-Holstein warnt. Die Hanseaten sollten vor die eigene Haustür gucken. Die Uni Lübeck startete vor 50 Jahren als Doppelangebot, nämlich als II. Medizinische Fakultät der Uni Kiel.

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Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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