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Ulf B. Christen zur G9-Meinungsumfrage

Kommentar Ulf B. Christen zur G9-Meinungsumfrage

Es gehört in Schleswig-Holstein inzwischen zum politischen Geschäft, sich vor Wahlen mit Hilfe von Meinungsumfragen zu positionieren. Die SPD ließ die Auguren schon vor gut einem Jahr ermitteln, wie ihr Spitzenkandidat Torsten Albig bei den Bürgern besser ankommt. Sein Herausforderer Daniel Günther ist jetzt noch einen Schritt weiter gegangen.

Kiel. Er hat angesichts der Debatte in der CDU über G8 oder G9 Volkes Meinung eingeholt und im Einklang mit der vermeintlichen Mehrheit das Ende des Turbo-Abis verkündet. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes eine populistische Politik.

 Günther Rechnung ist bisher aufgegangen. Der spät berufene und vielen unbekannte CDU-Spitzenkandidat hat mit seinem Kurswechsel in der Schulpolitik Schlagzeilen gemacht und am Wochenende seine zähneknirschende Partei auf G9-Linie gebracht. Günther hat so gleichsam über Nacht ein Top-Thema im Wahlkampf gesetzt und die Regierung kalt erwischt.

 Das Ergebnis der Umfrage selbst wundert nicht. Es gibt bundesweit eine klare Mehrheit für G9, wobei aber gerade in Schleswig-Holstein unklar ist, ob die Bürger das gerade etablierte G8 beerdigen und damit Unruhe in die Schulen bringen wollen. Diese Frage hat die CDU leider nicht gestellt. Klar ist aber bereits, wer bei der schwarzen Schuloffensive der Verlierer ist. Es sind Eltern, Schüler und Lehrkräfte an den Gymnasien, die mal wieder nicht wissen, wo die Reise hingeht.

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Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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