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Ulf B. Christen zur Landtagswahl-Umfrage

Kommentar Ulf B. Christen zur Landtagswahl-Umfrage

Die Landtagswahl im Mai ist auf den ersten Blick gelaufen. Ministerpräsident Torsten Albig und seine Koalition stehen mit 50 Umfrage-Prozent besser da als je zuvor. Hauptgrund ist allerdings der Hype um SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Er verleiht derzeit nicht nur der Bundes-SPD, sondern auch den Genossen im Saarland, in NRW und eben in Schleswig-Holstein Flügel.

Auf den zweiten Blick steht der sicher scheinende Wahlsieg allerdings auf wackeligen Beinen. Die Schulzomanie dürfte nach der Wahl des Hoffnungsträgers zum SPD-Chef am Sonntag langsam abflauen. Und wie sprunghaft ein Teil der Wähler ist, zeigt die Meinungsumfrage aus dem Dezember. Damals, Schulz war noch Europapolitiker, lag die CDU in Schleswig-Holstein vorn. Kurzum: Der Ausgang der Landtagswahl hängt vom Bundesklima ab. Und das stärker, als Spitzenpolitiker in Kiel sich das wünschen.

Insofern muss CDU-Herausforderer Daniel Günther die Flinte nicht ins Korn werfen. Ihm bleibt die Hoffnung auf einen Stimmungswandel in Berlin. Zurück ins Spiel kommt Günther aber nur, wenn er seine miserablen Bekanntheitswerte bis zur Landtagswahl verbessern und mit Inhalten punkten kann. Die Umfrage liefert dafür eine Steilvorlage. Eine überwältigende Mehrheit der Bürger (74 Prozent) spricht sich für ein G9-Abi an Gymnasien aus. Dafür steht seit ihrer Kehrtwende nur die CDU. Das allein wird allerdings nicht reichen, um Albig & Co. ernsthaft Paroli zu bieten.

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Ein Artikel von
Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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