9 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Ulrich Metschies zu Leibniz-Entscheidungen

Kommentar Ulrich Metschies zu Leibniz-Entscheidungen

Von Universität und Fachhochschule bis zu Geomar, Uni-Kinikum und Institut für Weltwirtschaft: Kiel hat wissenschaftlich viel zu bieten. Dennoch wird die Stadt als Hochschulstandort noch immer nicht so wahrgenommen, wie sie es verdient.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Forschung ist ein sperriges Thema, und anstatt das wissenschaftliche Know-how offensiv als Imagefaktor zu nutzen, drückt nach wie vor vor allem der Tourismus dem Stadtmarketing den Stempel auf.

Das wird sich auch nach dem spektakulären Wissenschafts-Triple so schnell nicht ändern. Doch die Entscheidung der renommierten Leibniz-Gemeinschaft, gleich drei millionenschwere Forschungsprojekte aus ganz unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen nach Kiel zu vergeben, ist für die Stadt, für den Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein insgesamt, ein Riesenschritt nach vorn. Der Zuschlag für drei „Wissenschafts-Campi“ belegt einmal mehr, dass in Kiel nicht nur Spitzenforschnung betrieben wird, sondern auch, dass unsere Forscher sich immer häufiger die Frage stellen, wie sie über Disziplingrenzen hinweg zusammenarbeiten können, um ihre Bringschuld zu erfüllen: der Gesellschaft zu dienen.

Mit zwei Exzellenzclustern (Enzündungsforschung und Ozean der Zukunft) hat die Kieler Uni ihre Spitzenstellung bereits unter Beweis gestellt. Die Entscheidung der Leibniz-Jury ist ein gutes Omen dafür, dass dies auch so bleibt, wenn 2017 die Karten für die Exzellenzinitative neu gemischt werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

Gewinnspiele

Kostenlos mitmachen
und mit etwas Glück
jetzt gewinnen!

Veranstaltung in...

Aktuelle
Veranstaltungen
und Tagestipps!

Anzeige
Mehr zum Artikel
Leibniz-Campi
Foto: Kristin Alheit (SPD), Wissenschaftsministerin Schleswig-Holsteins: „Die Entscheidung zeigt, dass unsere Top-Wissenschaftler in der Champions-League spielen.“

Riesenerfolg für die Uni Kiel und den Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein: Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft hat entschieden, an der Christian-Albrechts-Universität (CAU) drei „Wissenschafts-Campi“ einzurichten – feste Forschungskooperationen mit Leibniz-Instituten.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus KN-Kommentare 2/3