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Ulrich Metschies zur HSH

Kommentar Ulrich Metschies zur HSH

Wie viele Mitarbeiter werden noch gehen müssen bei der HSH Nordbank? 200? 300? Oder sogar 500? Es ist müßig und deprimierend zugleich, über solche Zahlen zu spekulieren. Sicher ist indes: Diese ohnehin so schmerzhaft geschrumpfte Bank wird personell weiter bluten müssen.

Genau dies hat der neue Vorstandsvorsitzende Stefan Ermisch intern Ende Mai kommuniziert. So hart es ist: Nach der Fast-Pleite im Strudel der Finanzkrise, staatlichen Hilfen in Milliardenhöhe und einer von Brüssel verordneten Schrumpfkur verfügt die Bank mit einst mehr als 4000 Mitarbeiten heute nicht mehr über das Geschäftsmodell, um die aktuell 2300 Beschäftigten halten und gleichzeitig im Wettbewerb bestehen zu können.

Man kann den nun erneut anstehenden Arbeitsplatzabbau beklagen. Und man muss – so wie Verdi es tut – den Vorstand und die Länder als Eigentümer auffordern, alle Alternativen zu prüfen, bevor phantasielos beim Personal der Rotstift angesetzt wird. Doch es wäre naiv zu glauben, diese Bank könne um erneute Stellenkürzungen herumkommen, während deutlich gesündere Geldhäuser quasi in einer Tour Mitarbeiter einsparen. Der Druck, eine gute Performance abzuliefern, ist für die HSH Nordbank allerdings noch deutlich größer als für die Konkurrenz. Denn wenn es nicht gelingt, bis Februar 2018 einen Käufer zu finden, dann muss man über die Notwendigkeit eines Stellenabbaus nicht mehr streiten. Dann wären alle Arbeitsplätze verloren.

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Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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500 Jobs in Gefahr
Foto: Die personell ohnehin schon geschröpfte HSH Nordbank steht vor einem weiteren massiven Arbeitsplatzabbau.

Die personell ohnehin schon geschröpfte HSH Nordbank steht vor einem weiteren massiven Arbeitsplatzabbau. Nach Informationen der Kieler Nachrichten will das Unternehmen in den kommenden Jahren insgesamt 80 Millionen Euro einsparen.

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