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Ulrich Metschies zur HSH Nordbank

Kommentar Ulrich Metschies zur HSH Nordbank

Die HSH Nordbank hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem Konzerngewinn von 450 Millionen Euro abgeschlossen. Hört sich ziemlich gut an. Die HSH Nordbank musste im vergangenen Geschäftsjahr eine Risikovorsorge von mehr als drei Milliarden Euro verkraften. Das hört sich nicht so gut an.

Hamburg/Kiel. Und überhaupt: Wie passt das eine mit dem anderen zusammen? Dies zu verstehen ist nicht leicht, denn diese Bank ist (noch) keine normale Bank. Durch das verstrahlte Rettungspaket aus dem Finanz-Katastrophenjahr 2009 hat bei diesem Kreditinstitut alles mit allem zu tun. Kaum eine Zahl im Geschäftsbericht ist geeignet, die Lage dieses Unternehmens auch nur annähernd so abzubilden, dass man sagen könnte: Das kann was werden mit der Zukunft. Oder eben nicht.

Klar ist: Der neue Vorstandschef wird seine gesamte Eloquenz, Stressfestigkeit und Kompetenz dringend brauchen in den kommenden Jahren. Der Zeitdruck, unter dem ein Käufer gefunden werden muss, ist enorm, die Rahmenbedingungen könnten kaum schwieriger sein. Noch immer hat die Bank rund 1600 Schiffe im Portfolio. Die Schifffahrtsmärkte, für die es seit Jahren heißt „Ende kommenden Jahres könnte sich die Lage etwas aufhellen“, präsentieren sich unverändert düster. Man muss es einfach sagen: Ob die Rettung dieser Bank mit ihren noch gut 2200 Mitarbeitern gelingt, hat inzwischen auch ganz viel mit Glück zu tun. Und davon können auch die Steuerzahler eine große Portion gebrauchen.

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Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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HSH Nordbank
Foto: Erlebt stürmische Zeiten: die HSH Nordbank in Kiel.

Schlechte Nachrichten für die Steuerzahler im Norden: Die Dauer-Krise der Schifffahrtsmärkte zwingt die HSH Nordbank zu Wertberichtigungen in Milliardenhöhe. Damit steht auch die Übertragung notleidender Schiffskredite an die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein unter einem denkbar schlechten Stern.

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