2 ° / 0 ° Schneeschauer

Navigation:
Uwe Rutzen zum Bürgerentscheid in Eckernförde

Kommentar Uwe Rutzen zum Bürgerentscheid in Eckernförde

Es ist entschieden: An der Wasserseite der Gaehtjestraße in Eckernförde wird es in den kommenden Jahren keine Bebauung geben. Es ist, darüber darf es keinen Zweifel geben, ein Sieg für die Vertreter der Bürgerinitiative „Bauen in Eckernförde“, die das Bürgerbegehren und den daraus resultierenden Bürgerentscheid auf den Weg gebracht haben.

Die von der Mehrheit der Eckernförder getroffene Entscheidung ist zugleich aber auch eine schallende Ohrfeige und eine nicht schön zu redende Niederlage für die Politik. Sie hat es trotz aller Bemühungen nicht verstanden, die Bürger der Stadt für das Projekt Nooröffnung mit all seinen Maßnahmen zu begeistern.

Wie es weitergehen soll, lässt sich nur erahnen. Mit dem Mut machenden Zitat „Mund abwischen und weitermachen“ von Fußballlegende Oliver Kahn dürfte es nicht getan sein. Der Frust vieler in der Kommunalpolitik Tätiger sitzt schon seit langem tief. Sie engagieren sich seit Jahren ehrenamtlich für ihre Stadt, müssen aber immer wieder Seitenhiebe einstecken. Das schmerzt, und es steigert nicht unbedingt das Bedürfnis, sich auch weiterhin politisch einzubringen.

Sollte sich nicht bald etwas ändern, könnte die Kommunalwahl im kommenden Jahr mangels Kandidaten zu einem echten Debakel werden.  

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

Mehr zum Artikel
Bürgerentscheid
Foto:  Bei fast 50 Prozent lag die Wahlberteiligung im Abstimmungsbezirk 7.

Die einen durften jubeln, die anderen machten aus ihrer Enttäuschung keinen Hehl: An der Gaehtjestraße in Eckernförde wird es keine wasserseitige Bebauung geben. So lautet das Ergebnis des Bürgerentscheids, der am Sonntag 7302 Eckernförder an die Wahlurnen lockte.

mehr
Mehr aus KN-Kommentare 2/3