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Christian Longardt zum verhinderten Terroranschlag und dem BND

Kommentar Christian Longardt zum verhinderten Terroranschlag und dem BND

Allem Anschein nach ist Deutschland in diesen Tagen ein verheerender Terroranschlag erspart geblieben. Was die Festgenommen von Oberursel da planten, erinnert fatal an das Attentat beim Marathon in Boston, und man mag sich nicht vorstellen, welche Folgen eine Bombenexplosion am Rande des Frankfurter Radrennens hätte haben können. Zum Glück bleibt es beim Konjunktiv – auch weil die Ermittlungsbehörden gute Arbeit geleistet haben, weil die Terrorabwehr in dieser Republik ganz offensichtlich funktioniert.

Dieser Umstand sollte all jene nachdenklich machen, die sich darin gefallen, die Arbeit der deutschen Sicherheitsorgane grundsätzlich mit Häme zu begleiten oder deren Arbeit gar mit politischer Besserwisserei zu behindern.

Erkenntnisse der Geheimdienste sind im Kampf gegen den Terrorismus unerlässlich. Diesem Zweck diente eigentlich auch die Kooperation zwischen NSA und Bundesnachrichtendienst. Bedingung einer solchen Zusammenarbeit war selbstverständlich, dass keine deutschen Interessen verletzt werden. Dies ist aber offenkundig über Jahre und tausendfach geschehen. Wenn die USA auf diesem Wege europäische Politiker und Unternehmen auszuforschen versucht haben, ist dies skandalös und schreit nach lückenloser Aufklärung. Dazu gehört die Untersuchung, welche Rolle der BND spielte und was das Kanzleramt wann wusste.

Zur Pauschalkritik an unseren Geheimdiensten taugt der Vorgang nicht. Sie müssen abhören. Zu unser aller Sicherheit.

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Christian Longardt
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