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Andreas Geidel zu Holsteins Fehlstart

Kommentar Andreas Geidel zu Holsteins Fehlstart

Niemand will den Teufel an die Wand malen. Kein Mensch darf sich erdreisten, wegen dieser 0:4-Backpfeife gegen Mainz 05 II zum Saisonstart plötzlich alles beim Fußball-Drittligisten Holstein Kiel in Frage zu stellen. Fakt ist aber auch: In der Form dieses rabenschwarzen Sonnabends zählen die Störche nicht zu den Aufstiegskandidaten, sondern zu den Anwärtern für den Tabellenkeller.

Hatte sich der in der Vergangenheit so oft goldrichtig liegende KSV-Cheftrainer Karsten Neitzel diesmal im Aufstellungs-Puzzle schlicht vertan? Das kann passieren. Oder sind doch Erfolgs-Parameter wie Teamspirit, bedingungsloser Wille zur Korrektur von Fehlern des Kollegen und die intakte Hierarchie einer über zwei Jahre gewachsenen Gruppe dem massiven Personalwechsel zum Opfer gefallen? Ist die Selbsteinschätzung bezüglich der vermeintlich brutalen Qualität des Kaders ein Fall von Fehleinschätzung? Überlagern die internen Diskussion um die Folgen des harten Konkurrenzkampfes zuvor gelebte Begriffe wie Bescheidenheit und Respekt vor dem Gegner?

Erste Antworten auf diese Fragen gibt es am Mittwoch im Landespokal-Viertelfinale bei Flensburg 08 sowie in Halle am kommenden Sonntag. Von Schweiß und Gloria im Kollektiv handelt der Störche-Kultstreifen „Westring 501“. In einer Liga, die vor allem für solide Abwehrarbeit und Leidenschaft steht, heißt Holsteins aktueller Film-Titel: „Elf Indianer, aber kein Häuptling – die Suche nach einer echten Mannschaft!“

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0:4-Niederlage gegen Mainz
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Der Liga-Auftakt der Störche ist misslungen: Holstein Kiel verliert zu Hause gegen den 1. FSV Mainz 05 mit 0:4 (0:3).

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