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Andreas Geidel zum Bundesliga-Auftakt

Kommentar Andreas Geidel zum Bundesliga-Auftakt

Dass ein anderer Fußball-Klub als Bayern München spätestens am 14. Mai 2016 die Meisterschale in die Höhe reckt, käme am Ende der 53. Bundesligasaison einem Wunder gleich. Ist aber irgendwie auch egal. Die deutsche Eliteliga zieht ihre Spannung aus anderen Geschichten.

Avanciert Thomas Tuchel in Dortmund zum neuen Jürgen Klopp? Stellt Sensationsaufsteiger Darmstadt neue Negativrekorde auf? Bestätigt der HSV – unabhängig vom gestrigen Ergebnis – seinen Ruf als Relegations-Dauergast? Oder sorgt das Hawk-Eye für mehr Gerechtigkeit?

Selbst in Kiel sind wir ab heute ein bisschen Erste Liga. Mit Chefcoach André Breitenreiter, Torwarttrainer Simon Henzler und dem Flügelflitzer Sidney Sam sind gleich drei Ex-Störche an der Mission „Konstanz bei Schalke 04“ beteiligt. Letztmals 1958 gewann Königsblau den Titel. Doch das ist nicht der Maßstab für Breitenreiter. Der 41-Jährige könnte sich mit Fantasie, taktischem Geschick und dem Quäntchen Glück endgültig ins Rampenlicht katapultieren.

All das sind Voraussetzungen, die mit Blick auf die surrealen TV-Verträge in England (6,9 Milliarden Euro ab 2016 für drei Jahre) und die damit verbundenen astronomischen Ablösezahlungen auch andernorts erforderlich sein werden. Frag’ nach beim designierten Bayern-Jäger Wolfsburg, wo sich selbst der vergleichsweise steinreiche VfL nicht sicher sein kann, ob Starkicker Kevin de Bruyne nach Ende der Transferperiode am 31. August noch das grün-weiße Trikot trägt.

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Andreas Geidel
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