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Andreas Geidel zum verpassten Aufstieg

Kommentar Andreas Geidel zum verpassten Aufstieg

Heute trocknen wir unsere Tränen. Der wunderschöne Holstein-Traum von Liga zwei ist geplatzt. Doch muss die Kieler Fußball-Gemeinde wirklich abgrundtief enttäuscht sein? Die Antwort lautet ohne jeden Zweifel: Nein!

Es war eine grandiose Saison der Störche. Ein am Ende fast surreal anmutendes Drittliga-Spieljahr mit dem Bonus der Relegation, dem lediglich die Krönung fehlte. Mit einer Mannschaft, die ob der individuellen Qualität ihrer Spieler, realistisch betrachtet, vielleicht auf Rang acht hätte einlaufen können. Die aber dank eines in dieser kompromisslosen Art selten erlebten Teamgeistes Platz drei im finalen Ranking belegte.

Mit einem Cheftrainer Karsten Neitzel, der in keine der branchenüblichen Schubladen passt, der aber mit Akribie und fundamentalem Sachverstand in den vergangenen 23 Monaten seine innovativen Vorstellungen vom Fußball den realen Möglichkeiten in Kiel angepasst hat. Gerade der Charme der Nicht-Perfektion hat eine kaum für möglich gehaltene Fußball-Euphorie an der Förde entfacht.

Kapitän Rafael Kazior und möglicherweise auch Innenverteidiger Hauke Wahl verlassen das Nest der Störche. Die Aufgabe der Troika aus Geschäftsführer Wolfgang Schwenke, dem Sportlichen Leiter Ralf Heskamp und Karsten Neitzel muss es sein, diese personellen Verluste zu kompensieren. Sie haben sich einen riesigen Vertrauensvorschuss erarbeitet. Das ist die ob ihrer Nachhaltigkeit sehr gute Nachricht an einem traurigen Tag.

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