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Anne Steinmetz zu den Kita-Gebühren

Kommentar Anne Steinmetz zu den Kita-Gebühren

Es ist durchaus ein richtiges Zeichen: Das Kita-Geld, das die Landesregierung am Dienstag auf den Weg gebracht hat, ist ein erster Schritt auf dem Weg zur kostenfreien Kindertagesstätte in Schleswig-Holstein. Nach dem Vorbild Mecklenburg-Vorpommern erlässt die Regierung den Eltern von unter Dreijährigen ab Januar nächsten Jahres 100 Euro ihrer monatlichen Kita-Gebühren – und zwar unabhängig vom Einkommen.

Längst sind die Kosten für die Betreuung gerade kleiner Kinder für Eltern zur Belastung geworden. Bis zu 500 Euro müssen sie mit zwei Kindern Monat für Monat dafür bezahlen, dass ihre Kleinen in öffentlichen Einrichtungen gut und sicher aufgehoben sind. Das ist selbst in Familien, in denen beide Elternteile gut verdienen, reichlich viel.

Nur löst der 100-Euro-Zuschuss leider die regionalen Probleme der Kinderbetreuung in Schleswig-Holstein noch nicht. Auf dem Weg zur kostenfreien Kita gilt es in einem weiteren Schritt, vor allem die ungleichen Kosten für die Betreuungsangebote im Land zu beseitigen. Man mag es in der Landeshauptstadt schnell vergessen: Noch immer hängt die Höhe der monatlichen Gebühren stark vom Wohnort ab. Eltern im Hamburger Randgebiet zahlen für die gleiche Betreuung deutlich mehr als in Neumünster, Lübeck oder Kiel. Die Landesregierung sollte sich deshalb in den nächsten Jahren für eine einheitliche Kita-Versorgung einsetzen.

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Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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Foto: Hochschulministerin Kristin Alheit (SPD) will Eltern künftig entlasten.

Die Landesregierung macht Ernst: Am Dienstag hat das Kabinett das geplante Kitageld auf den Weg gebracht. In seiner auswärtigen Sitzung in Malente stimmte es dem Gesetzentwurf zur Stärkung von Familien mit Kindern zu. Der Entwurf wird jetzt in die Anhörung und die parlamentarische Beratung gehen.

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