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Bastian Modrow zu den Einbrüchen

Kommentar Bastian Modrow zu den Einbrüchen

Seit Jahren kämpft die Polizei in Schleswig-Holstein mit hohen Einbruchszahlen. Zwar konnte eine eigens auf Landesebene eingerichtete Ermittlungsgruppe immer wieder signifikante Fahndungserfolge vermelden, tatsächlich gelang der Durchbruch im Kampf gegen professionelle Banden allerdings nie.

Im Gegenteil: Kriminelle nutzten den Zuzug von Flüchtlingen schamlos aus, um ins Land zu reisen und Straftaten zu begehen. Die Folge: Trotz erheblicher Ermittlungsarbeit stieg die Einbruchszahl 2015 deutlich um mehr als zwölf Prozent.

 Mit dem nun beschlossenen Maßnahmenkatalog der Generalstaatsanwaltschaft könnte sich dies nachhaltig ändern. Polizei und Justiz bekommen spürbar mehr Schlagkraft: Beschleunigte Verfahren sorgen dafür, dass sich Einbrecher schneller vor Gericht verantworten müssen. Die Verschärfung des Untersuchungshaftrechts unterbindet überdies, dass zugereiste Serieneinbrecher untertauchen können oder sich unter dem Deckmantel eines festen Wohnsitzes in Erstaufnahme-Einrichtungen bei Flüchtlingen, die tatsächlich Hilfe suchen, verstecken und weitere Straftaten verüben können.

 Bemerkenswert ist, dass neben den täterorientierten Maßnahmen nun auch die Opfer stärker von den Staatsanwaltschaften in den Fokus gerückt werden. In Verfahren sollen die nicht selten traumatischen Konsequenzen juristisch intensiver einfließen. Ein rundum sinnvoller Ansatz – ist der materielle Schaden von Einbrüchen doch meist weitaus geringer als die seelischen Spätfolgen.

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Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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Neues Konzept
Foto: Generalstaatsanwalt Wolfgang Zepter hat Maßnahmen auf den Weg gebracht.

Im Kampf gegen kriminelle Einbrecherbanden erhöhen Polizei und Justiz in Schleswig-Holstein den Druck: Straftäter sollen künftig schneller vor Gericht gestellt und kriminelle Zuwanderer häufiger in Untersuchungshaft genommen werden.

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