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Bodo Stade zum Diesel-Fahrverbot

Kommentar Bodo Stade zum Diesel-Fahrverbot

Wenn Gernot Hassknecht, der nette Wutbürger aus der „heute-Show“, das drohende Fahrverbot für Dieselautos in Kiel kommentieren müsste, dann würde das wahrscheinlich so klingen: Liebe Deutsche Umwelthilfe. Nun hast du also festgestellt, dass die doofen Schadstoffwerte an zwei Kieler Straßen zu hoch sind, und möchtest, dass die Luft wieder schön sauber wird. Das finde ich richtig gut.

Und damit wir dich auch ernst nehmen, kommt jetzt auch gleich eine Klage. Wir wissen: Das kannst du gut, denn damit verdienst du ja auch dein Geld. Aber Moment. Geld verdienen müssen doch auch die anderen, die jeden Tag auf ihre Dieselautos angewiesen sind. Dass die bei einem Fahrverbot gekniffen sind, scheint dich überhaupt nicht zu stören. Da frage ich mich doch: Spinnt ihr eigentlich in eurem Verein? Was gibt euch eigentlich das Recht, in das Leben von Tausenden ganz normalen Leuten einzugreifen? Die sind schon von der Autoindustrie auf den Arm genommen worden. Die brauchen nicht auch noch eine selbsternannte Umwelthilfe und so ein bescheuertes Fahrverbot. Und was tut der Kieler Oberbürgermeister? Der sagt brav, dass er das mit den Grenzwerten schon irgendwie hinkriegt. Mit einem Luftreinhalteplan. Ich glaub, mein Diesel stottert, ihr seid doch alle....

Zugegeben: Gernot Hassknecht würde wie immer etwas übertreiben. Aber mal ehrlich: Irgendwie hätte er doch auch ein bisschen recht.

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Bodo Stade
Stellvertretender Chefredakteur

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