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Bodo Stade zur Kieler-Woche-Bilanz

Kommentar Bodo Stade zur Kieler-Woche-Bilanz

Wenn die Verantwortlichen nach einer Großveranstaltung wie der Kieler Woche eine positive Bilanz ziehen, dann sorgen sie damit selten für eine Überraschung. Friedlich, fröhlich und rundum gelungen sei diese Kieler Woche gewesen, hieß es am Sonntag mal wieder unisono im Rathaus.

Kiel. Das Besondere: Die offizielle Bewertung deckt sich ziemlich genau mit dem, was viele Kieler in den vergangenen zehn Tagen selbst wahrgenommen haben. Trotz der fast vier Millionen Besucher, trotz voller Straßen und fehlender Parkplätze erlebte die Stadt ein letzten Endes sehr entspanntes Sommerfest, das weitaus mehr zu bieten hat als Bratwurst und Bier.

Denn zur Kieler Woche gehören eben auch die Verleihung des Weltwirtschaftlichen Preises an Michail Gorbatschow, der Wissenschaftspreis, das Städteforum oder die Konferenz zur Sicherheitslage in der Ostsee und die darum geführte, kontroverse Debatte. All dies ist kein Widerspruch zum friedlichen Charakter der Kieler Woche. Sie darf und muss auch als Plattform für politische Diskussionen verstanden werden.

Ihren eigenen Geist hat die Kieler Woche 2015 aber der Olympia-Bewerbung zu verdanken. Diese Kieler Woche wirkte wie ein Muntermacher. Sie hat einmal mehr bewiesen, dass die Stadt Olympia kann und – genauso wichtig – Olympia will. Das bedeutet nicht nur Rückenwind für den Segelsport, sondern auch ein neues Selbstbewusstsein, von dem ganz Kiel profitiert. Auf die Kieler Woche 2016 können wir uns doppelt freuen.

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Bodo Stade
Stellvertretender Chefredakteur

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Kieler Woche
Foto: Die Windjammerparade lockte zahlreiche Besucher an die Förde.

Spitzenwerte für die Kieler Woche 2015: Mit 3,8 Millionen Besuchern gab es in den vergangenen zehn Tagen so viele Gäste wie nie zuvor. Stadt, Polizei, Kieler Yachtclub und die Marine zeigten sich am Sonntag rundum zufrieden. Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer sprach von einer „wunderbaren Stimmung“, die mit Blick auf Kiels Olympia-Bewerbung für 2024 an der Seite Hamburg goldmedaillenreif sei.

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