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Christian Hiersemenzel zu Liebing

Kommentar Christian Hiersemenzel zu Liebing

Was hatten interne Kritiker in den vergangenen Monaten nicht alles versucht, um ihren Vorsitzenden zu demontieren. Seit diesem Wochenende ist damit erst einmal Schluss, und das ist für Schleswig-Holsteins CDU ein ganz wichtiges Signal.

Ingbert Liebing weiß deutlich mehr als 90 Prozent seiner Leute hinter sich. Mit diesem überzeugenden Ergebnis kann er die Partei gestärkt in den Wahlkampf führen.

Den Rückenwind aus Neumünster wird er brauchen. Nicht nur, dass SPD-Ministerpräsident Torsten Albig in der Bevölkerung ungleich bekannter ist. In einer Forsa-Umfrage unserer Zeitung vom April hängte der Amtsinhaber mit 52 Prozent Liebing auch in den Beliebtheitswerten meilenweit ab. Der CDU-Mann kam damals auf magere neun Prozent. Wie man das ändern könnte, hat der Listenparteitag am Wochenende eindrucksvoll demonstriert. Erst hielt Liebing eine seiner besten Reden. Dann kurbelte seine Partei die Inszenierungsmaschinerie kräftig an, wodurch ihr stiller Kandidat gleich ein bisschen größer und charismatischer wirkte. Erfolg macht sexy, und am Ende wollen doch alle lieber an der Seite eines Siegers stehen.

Mit Hermann Schützenhöfer war sogar ein echter Landeshauptmann aus der österreichischen Steiermark gekommen, ein Ministerpräsident also, um Liebing Glanz und Gloria zu verleihen. Wie man Wahlen gewinne? „Mit einem unumstrittenen Spitzenkandidaten. Mit der Themenführerschaft. Und mit dem absoluten Willen zum Erfolg“, sagte er. Nun: Die Nord-CDU hat noch viel zu tun.

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Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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