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Christian Hiersemenzel zur Nord-Initiative

Kommentar Christian Hiersemenzel zur Nord-Initiative

Noch sind die zusätzlichen 100 Millionen Euro nicht bewilligt, und noch ist das, was die fünf norddeutschen Länderchefs am Freitag beschlossen haben, nur eine Absichtserklärung. Dennoch kann man die Allianz von Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen in Sachen Meeresforschung nicht genügend würdigen.

Süddeutschland mit seiner Automobilindustrie, seinen Medizin-Unternehmen, der Mikrochip-Technologie und der fast einschüchternden Wirtschaftskraft macht seit Jahren vor, wie man in Berlin auftrumpft: Gemeinsam!

Inzwischen aber lässt sich Norddeutschland immer weniger gefallen. Wenn schon ein Nordstaat politisch nicht machbar ist, sollten die Länderchefs zumindest in Sachfragen so oft es geht an einem Strang ziehen. Bei der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetz hatten die fünf schon einmal verhindert, dass die Windindustrie vollends an die Wand gedrückt wird. 14,7 Millionen Einwohner sind eben mehr, als in Bayern leben. Dass die Ministerpräsidenten und Bürgermeister aus Kiel, Hamburg, Hannover, Bremen und Schwerin alle dasselbe Parteibuch haben, könnte den Prozess erleichtern, sollte aber nicht entscheidend sein. Der Ausflug auf der „Alkor“ zeigt: Die Nordländer könnten Deutschlands Big five von morgen werden.

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Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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Meeresforschung
Foto: Torsten Albig (SPD), Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, am Steuer des Forschungsschiffs Alkor.

Die Regierungschefs der Nord-Länder schmieden an einer «Deutschen Allianz für Meeresforschung». Sie wollen dafür 100 Millionen Euro zusätzlich vom Bund pro Jahr - und planen weitere Mittel aus ihren eigenen Haushalten ein.

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