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Christian Longard zur Flüchtlingskriminalität

Kommentar Christian Longard zur Flüchtlingskriminalität

Der Innenminister des Landes Schleswig-Holstein trägt eine riesige Verantwortung, zumal in diesen Zeiten. Er muss nichts weniger managen als den größten Flüchtlingszustrom nach dem Zweiten Weltkrieg, immer neue Not-Unterkünfte organisieren, besorgte Bürger und erboste Bürgermeister beruhigen. Eine Krisensitzung nach der anderen, seit Monaten ein mörderischer Job. Da kann nicht alles gelingen, da kann man schon mal Fehler machen, gar keine Frage.

Wenn Stefan Studt aber auf offener Bühne, mit einiger Vorbereitung und großem Ernst verkündet, es gebe keinerlei Auffälligkeiten in Sachen Kriminalität von Flüchtlingen, dann darf die Bevölkerung erwarten, dass diese Aussage der Wahrheit entspricht.

Papiere aus Studts wichtigster Behörde sagen das Gegenteil. Das Landeskriminalamt ermittelt schon seit Monaten gegen albanische Asylbewerber, die im Verdacht stehen, einem kriminellen Netzwerk anzugehören und schwere Straftaten begangen zu haben. Die meisten kommen aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Neumünster, so steht’s im LKA-Bericht.

Wenn Studt das wissentlich verschwiegen hat, wird eine Entschuldigung nicht reichen. Wenn er davon nicht gewusst hat, macht es die Sache kaum besser.

Der Innenminister ist dabei, das Vertrauen der Bürger zu erschüttern, seine Glaubwürdigkeit zu verspielen. Er sollte sich schleunigst zu diesem Vorgang äußern.

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Kriminelle Asylbewerber
Foto: Mit den neuen Informationen rücken bisherige Aussagen von Innenminister Stefan Studt (SPD) zur Flüchtlingskriminalität in ein neues Licht.

Das Landeskriminalamt in Schleswig-Holstein ermittelt gegen ein Netzwerk albanischer Staatsangehöriger, dem eine Serie von Wohnungseinbrüchen, Diebstählen und andere Straftaten vorgeworfen wird. Bei den Verdächtigen handele es sich „mehrheitlich um Asylbewerber“, heißt es in einem vertraulichen Polizeipapier, das den Kieler Nachrichten vorliegt.

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