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Christian Longardt zum HSH-Deal

Kommentar Christian Longardt zum HSH-Deal

Schlechte Nachrichten von der HSH sind ja fast keine Nachricht mehr – Schleswig-Holstein hat sich während der langen Leidenszeit der Bank an Unsummen gewöhnt, die andernorts Ohnmachtsanfälle auslösen.

Kiel. Dank gut recherchierender Journalisten ist nun nicht nur bekannt geworden, dass einer einzigen Reederei Schulden von einer halben Milliarde Euro erlassen wurden, unsere Zeitung hat auch den Namen genannt. Weil wir meinen, dass die Öffentlichkeit ein Recht darauf hat, in diesem Fall so genau wie möglich informiert zu werden. Was soll denn erst der Uthoff sagen? Dessen Kieler Steuerdeal wird bis heute umfassend seziert.

 Dass die Regierung den 500-Millionen-Verzicht in aller Stille zur Kenntnis nahm, lässt sich ebenso verstehen wie die Erklärung, die Bank habe die bessere der schlechten Lösungen gewählt. Dem Land bleibt so wenigstens die Hoffnung, noch etwas Geld wiederzusehen. Was aber nervt, ist der Versuch, den Bürger für dumm zu verkaufen und im Übrigen so zu tun, als spreche man von Vorgängen aus ferner Landesgeschichte. Gewiss, die Dinge sind komplex, aber auch wer nichts von Portfoliomanagement versteht, erkennt am aktuellen Vorgang bestechend klar: Da rauscht sehr viel Geld weg. Man wüsste auch gern, woher die Regierenden die Selbstsicherheit nehmen, dass nun exakt jene 547 Millionen Euro abzuschreiben waren. Nach allem, was vorher war: Wie soll der Steuerzahler darauf vertrauen, dass Bänker und Politiker diesmal alles richtig machen?

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Christian Longardt
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