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Frank Behling zum Kieler Schiffsbau

Kommentar Frank Behling zum Kieler Schiffsbau

Der Bau von Kampfschiffen ist vergleichbar mit der Präzision beim Bau von Kreuzfahrtschiffen. Deshalb ist es auch kaum verwunderlich, dass deutsche Werften auf diesen beiden Bereichen zur Weltspitze gehören. Die Aufträge für die deutsche Marine haben immer einen Leuchtturmeffekt. Und so ist es jetzt bei dem Mehrzweckkampfschiff 180 für die Bundeswehr ebenfalls.

Das Schiff vereint die Fähigkeiten von Kreuzern, Fregatten und Minenjägern. Ab 2023 sollen die modernen und großen Schiffe entstehen, die weltweit eingesetzt werden können. Um diesen Auftrag buhlen zwei Kieler Werften. Das ist auch gut so.

 Der Marineschiffbau braucht in Deutschland aber nicht nur schnellere Abläufe zwischen Projektierung und Ablieferung, sondern auch wieder einen echten Wettbewerb. Genau das hat bei fast allen Rüstungsprojekten in Deutschland in den letzten Jahren gefehlt. Heraus kamen Pleiten, Pech und Pannen in Serie. Korvetten mit defekten Getrieben, flügellahme Hubschrauber und Transportflieger mit Triebwerksproblemen. Gelingt mit dem Mehrzweckkampfschiff 180 die rüstungspolitische Kehrtwende? Zu wünschen wäre es. Und die Kieler Schiffbauer haben gute Chancen. Die Beteiligungen der Werften Damen (Niederlande) und BAES (Großbritannien) sind klare Zeichen eines Kurswechsels. Die Konkurrenzsituation zwischen den beiden Kieler Werften erhöht unter dem Strich die Chancen für den Standort. Hier wurden zuletzt Fregatten für ausländische Kunden vom Fließband und ohne Mängel gebaut.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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