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Frank Behling zum Training für Feuerwehren

Kommentar Frank Behling zum Training für Feuerwehren

Das Risiko fährt bei jedem Einsatz mit. Wie schnell sich ein einfacher Einsatz zu einer lebensgefährlichen Situation entwickeln kann, erlebte auch die Kieler Feuerwehr am 9. Juni 2009, als in der Wik ein kleiner Müllcontainerbrand zu einem der schlimmsten Brände seit dem Zweiten Weltkrieg führte. Alle Kieler Einsatzkräfte kehrten zum Glück von diesem Großbrand zurück.

Wie schnell sich vermeintlich kleine Brände zu Katastrophen entwickeln, zeigen auch die verheerenden Brände der vergangenen Jahre. Mal war es eine Feuerwerksfabrik in Enschede, mal ein Chemielager in Tianjin. In der chinesischen Hafenstadt starben im August 104 Feuerwehrleute bei einer gewaltigen Explosion.

Die Feuerwehr Marne trauert jetzt um einen Kameraden, der am Sonntag zu einem Dachstuhlbrand ausrückte. Auch dieses Feuer sah zunächst nach Routine aus. Aber Einsätze lassen sich nicht planen oder kalkulieren. Wenn es um die Rettung von Menschen geht, arbeiet die Feuerwehr immer unter vollem Risiko. Ausbildung und Training schützen die Einsatzkräfte – regelmäßige Übungen für Atemschutzträger sind ein zusätzlicher wichtiger Baustein.

Dennoch: Verhindern lassen sich Unglücke nicht. Der Dienst bei einer Feuerwehr bringt Einsatzkräfte regelmäßig in Grenzbereiche. Das sollte auch bedacht werden, wenn Feuerwehren vorschnell als die Fest- und Feierabteilung für das Gemeindeleben in den Kommunen abgestempelt werden.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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