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Frank Behling zum neuen Flottenzentrum der Costa

Kommentar Frank Behling zum neuen Flottenzentrum der Costa

Die „Costa Concordia“ ist nicht verunglückt, weil die Technik an Bord veraltet war. Und die Reederei Costa ist ein Traditionsunternehmen, das die besten Seeleute Italiens beschäftigt. Dennoch hat ihr Image an jenem Abend im Januar 2012 vor Giglio tiefe Schrammen bekommen.

Die Schäden in der Bordwand der „Costa Concordia“ sind irreparabel. Die Schäden am Image von Costa lassen sich aber reparieren. Jedenfalls dann, wenn das Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Schiffsbesatzungen zurückkehrt.

Es war deshalb der richtige Schritt, das neue Flotten-Zentrum für alle Costa-Schiffe von Genua nach Deutschland zu holen. Hamburg ist das Herz der maritimen Industrie Nordeuropas. Hamburg bietet aber auch die Schnittstelle zwischen See- und Luftfahrt, und kein Geringerer als die Lufthansa steht Costa in Zukunft zur Seite.

Die Zeiten, in denen die Entscheidung eines Kapitäns nicht angezweifelt wurde, sind überholt. In den Cockpits großer Airlines wird schon lange die Teamfähigkeit der Piloten bewertet. Das Training der skandinavischen Fluggesellschaft SAS gilt als wegweisend. Dieses Training durchlaufen jetzt auch die Offiziere bei Costa. Die überwiegende Mehrheit aller Seeunfälle geht nämlich auf menschliches Versagen zurück. Deshalb muss der Mensch vom schwächsten zum stärksten Glied der Kette der Unfallverhinderung gemacht werden.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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