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Frank Behling zur Ausbildung in Jagel

Kommentar Frank Behling zur Ausbildung in Jagel

Dass die Ausbildung der Tornado-Besatzungen von New Mexico nach Jagel verlegt werden soll, ist zunächst eine gute Nachricht für Schleswig-Holstein. Dadurch wird das Flugzeug erst 2030 seine letzten Runden zwischen Sylt und Lauenburg ziehen.

Diese Entscheidung symbolisiert aber auch die Mangelverwaltung in der Bundeswehr.

Zur Erinnerung: 1974 hob der Tornado erstmals ab, damals noch als Symbol europäischer Einigkeit. Deutschland, Italien und Großbritannien realisierten das Projekt. Inzwischen ist das Flugzeug veraltet. Die Briten werden 2019 ihre Tornados stilllegen. Auch Italien hat bereits Ersatz bestellt. Und Deutschland? Über eine Alternative für den Tornado darf in Deutschland kein Vertreter der Luftwaffe reden. Der Grund: Alle Einführungen von fliegendem Gerät endeten mit Bruchlandungen. Eurofighter, Tiger, A400M oder NH90 stehen für Pleiten, Pech und Pannen. Großbritannien und Italien haben deshalb neue Jets als Tornado-Ersatz in den USA und nicht in Europa bestellt.

So ist die Entscheidung zur Rückverlegung der Tornado-Ausbildung nur eine Notlösung. Die Zahl der einsatzbereiten Maschinen wird bei der Luftwaffe in den nächsten Jahren weiter sinken. Eine Entscheidung mit echtem Zukunftswert wäre es gewesen, wenn die Bundeswehr den Kauf eines Tornado-Nachfolgers festgelegt und die Stationierung der neuen Jets in Jagel beschlossen hätte. Doch davon ist man weit entfernt.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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Kampfjets
Foto: Der Fliegerhorst Jagel soll zum Ausbildungsflugplatz für Tornado-Jets werden.

Die markante Silhouette des Kampfjets Tornado wird bald wieder häufiger am Himmel über Schleswig-Holstein zu sehen sein. Am Fliegerhorst Jagel bei Schleswig wird der Ausbildungsbetrieb für die beiden letzten Tornado-Kampfgeschwader der Luftwaffe konzentriert.

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