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Frank Behling zur Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung

Kommentar Frank Behling zur Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung

Eine Reform kommt selten allein. Als vor zwei Jahren der damalige Verkehrsminister Peter Ramsauer den Umbau der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung anpackte, war das Entsetzen an der Küste groß. Die Verlagerung ganzer Abteilungen aus Kiel nach Bonn in die neue Generaldirektion am Rhein wog schwer. Noch größer war aber der Aufschrei, als bekannt wurde, dass die bestehende Struktur der Schifffahrtsämter in die Bereiche Infrastruktur und Verkehr zerlegt werden sollte.

Die Sorge war groß, dass es gerade beim Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals zu einem Chaos kommen könnte. Etwa dann, wenn Baggerarbeiten im Kanal von Kiel aus koordiniert werden, die Verkehrsleitung aber in Cuxhaven sitzt. Deshalb klingt der Ansatz, der unter dem neuen Verkehrsminister die Runde macht, zunächst schon einmal deutlich besser für die Praktiker. Die Bündelung aller Fragen rund um den Kanal an einem Ort, von der Personalplanung über Infrastrukturfragen bis hin zur Verkehrsüberwachung, macht Sinn.

Erkennbar ist auch, dass die Küste unter Alexander Dobrindts Führung eine deutliche Aufwertung erfahren hat. Vier der 15 Revierämter sollen direkt an Nord- und Ostsee entstehen. Bei der Wahl der Standorte sollten neben der Nähe zum Zuständigkeitsgebiet auch Fragen der Attraktivität und der Infrastruktur des jeweiligen Standorts zum Zug kommen. Kiel hat dabei an der Schnittstelle von Kanal und Ostsee eine Menge zu bieten. Durch den Rückzug der Bundeswehr stehen in der Wik in maritimer Umgebung viele Verwaltungsgebäude zur Verfügung.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung
Foto: Verkehr und Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals sollen bald aus einem zentralen Amt gelenkt werden.

Jetzt kommt die Reform der Reform. Seit Jahresbeginn wird wieder mit Hochdruck am Umbau der Schifffahrtsverwaltung gearbeitet. Nun mehren sich die Anzeichen, dass der Nord-Ostsee-Kanal weiter aufgewertet wird. Nach Informationen von KN-online soll eines der geplanten 15 neuen Revierämter allein für den Kanal zuständig sein.

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