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Gabriele Lorenz zum Drogenbericht

Kommentar Gabriele Lorenz zum Drogenbericht

Der Drogenbericht ist keine angenehme Lektüre, denn in keinem Bereich kann Entwarnung gegeben werden. Immerhin sinkt die Zahl jugendlicher Raucher, doch mehr als ein Hoffnungsschimmer ist das nicht.

Die gerade wieder aufgeflammte Debatte über eine mögliche Cannabis-Freigabe mag die Gemüter erhitzen, ein viel größeres Problem ist jedoch der Alkoholkonsum: Für 9,5 Millionen Menschen in Deutschland hat er ein gesundheitlich riskantes Ausmaß. Nur ist der Alkoholkonsum hierzulande gesellschaftlich weitgehend akzeptiert; Bier, Wein und Schnaps sind praktisch unbegrenzt und, anders als etwa in Skandinavien, auch billig verfügbar.

Das Verlockende: In geringer Menge wirkt Alkohol anregend und stimmungsaufhellend. Es ist „das Gläschen in Ehren“, das niemand verwehren kann, und das unzählige gesellige Runden beflügelt hat. Immerhin werden Wassertrinker weit weniger bedrängt als in früheren Jahren. Denn Aufklärung wirkt, wenn auch langsam. Sie muss ausgeweitet werden und am besten schon in Kita und Grundschule ansetzen.

Anders als bei den illegalen Suchtmitteln verdient der Staat an den legalen Drogen Alkohol und Tabak kräftig mit – zusammen rund 17 Milliarden an Verbrauchssteuern. Damit muss die Prävention weiter gefördert werden. Gesetzliche Verbote, die über den Jugendschutz hinausgehen, sind nicht erstrebenswert: Jeder ist für seinen verantwortungsbewussten Umgang mit Wein, Bier oder Schnaps selbst verantwortlich – und sollte ein gutes Beispiel geben.

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Ein Artikel von
Gabriele Lorenz
Nachrichtenredaktion

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