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Gerhard Müller zu den Kindern im Kirchen-Fokus

Kommentar Gerhard Müller zu den Kindern im Kirchen-Fokus

Die Mitgliederzahlen der römisch-katholischen und der evangelisch-lutherischen Kirchen in Deutschland unterliegen seit mehr als einem halben Jahrhundert einem Schrumpfungsprozess. Inzwischen gehört nicht einmal die Hälfte der Schleswig-Holsteiner einer evangelischen Gemeinde an.

Anders verhält es sich mit der Unterstützung des Staates für die beiden großen Kirchen. Die schleswig-holsteinischen Steuerzahler sponsern deren Arbeit 2016 mit 13,3 Millionen Euro, fast 500000 Euro mehr als 2015.

Das mag, wer will, für unangemessen halten. Warum soll, wenn immer mehr Bürger den Kirchen den Rücken kehren, deren Wirken, das immer weniger Bürger erreicht, üppig bezuschusst werden? Wer so denkt, verkennt, was Kirchen und speziell deren Ehrenamtliche leisten – in der Kindererziehung, in der Altenarbeit, in der Flüchtlingshilfe, auch bei der Vermittlung von christlich geprägten Werten. Es ist interessant, dass der Glauben in der Bevölkerung an Bedeutung verliert, christliche Prinzipien jedoch unverändert als wertvoll gelten.

In diese Richtung zielten die Diskussionen der Synode des Kirchenkreises Altholstein. Im weitesten Sinne ging es um die Rolle der Kirche als Dienstleister, im engeren um die Chance, vom Glauben abgefallene Eltern über deren Kinder zu erreichen. Ein guter Ansatz, der gute Konzepte benötigt. Die Konkurrenz ist groß, Sportvereine lassen grüßen.

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Gerhard Müller
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