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Gerhard Müller zum THW-KSV-Leistungszentrum

Kommentar Gerhard Müller zum THW-KSV-Leistungszentrum

Sie wollen ein Haus bauen, das Grundstück ist vorhanden, die Pläne gezeichnet. Nun kommt Vorfreude auf. Doch wenn fast drei Jahre später weiterhin Gras wächst, wo längst das Eigenheim stehen sollte, scheint es ein Problem zu geben. So ähnlich ist die Lage bei einem eigentlich großartigen Kieler Projekt.

Vom gemeinsamen Leistungszentrum der Holstein-Fußballer und der THW-Handballer in Projensdorf, am 9. Juli 2013 erstmals präsentiert, ist weit und breit nichts zu sehen. Und vor Sommer 2017 wird sich daran auch nichts ändern.

 Die ursprüngliche Idee wirkte wirklich sinnvoll. Störche und Zebras bündeln die Kräfte, bauen ein Internat für ihre Talente, und außerdem bekommen die Handballer, die fast wie Trainings-Nomaden durch Kiel vagabundieren, endlich eine eigene Halle, in der auch die Nachwuchsteams üben können. Doch dieses Vorhaben stockt, da der THW noch immer nicht weiß, wie er es finanzieren soll. Ausgeschlossen scheint nicht einmal, dass der Bundesligist sich als Bauherr von diesem Projekt verabschieden wird.

 Diese Entwicklung offenbart den gravierenden Unterschied zwischen dem Fußball-Drittligisten und dem deutschen Handball-Rekordmeister. Während die KSV Holstein fast mehr in Steine als in Beine investierte und in Projensdorf professionelle Strukturen schuf, baute der THW ausschließlich auf seine Mannschaft. Das erweist sich sportlich als erfolgreich, bringt den Handball-Standort Kiel jedoch nicht in die Champions League.

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KSV-THW-Trainingszentrum
Foto: Blick auf das Leistungszentrum der KSV Holstein in Projensdorf: An dessen Rand soll eine große Trainingshalle für den THW entstehen.

Vor fast drei Jahren traten Handball-Rekordmeister THW Kiel und Fußball-Drittligist Holstein Kiel vor die Presse: Ein gemeinsames Trainingszentrum sei in Kiel-Projensdorf geplant. Heute wartet das Projekt weiter auf seine Umsetzung.

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