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Hans-Jürgen Jensen zum Ärger um den Kanaltunnel

Kommentar Hans-Jürgen Jensen zum Ärger um den Kanaltunnel

Es war ein feiner Plan. Gut zwei Jahre sollte die Großsanierung des Rendsburger Tunnels dauern und rund 25 Millionen Euro kosten. Seit dieser Prognose des Wasser- und Schifffahrtsamts sind fünf Jahre vergangen. Aus zwei Jahren werden inzwischen deren acht – mindestens.

 Aus 25 Millionen Euro 64 Millionen – wenn nicht mehr. Es ist eine Zumutung für jeden Rendsburger und die Steuerzahler. Und eine Katastrophe für die Stimmung in der Region. Wer Rendsburg hört, denkt unweigerlich an die gefühlt endlose Tunnelbaustelle mit immer wieder kilometerlangen Staus. Auch wenn die Realität nicht ganz so dramatisch ist und sich Autofahrer längst Schleich- und Umwege um die Baustelle ausgesucht haben: Es bleibt ein Desaster. Verantwortlich dafür sind das Wasser- und Schifffahrtsamt und die Baufirma.

Bisher sind alle Zeitpläne in schöner Regelmäßigkeit geplatzt. Auch das Jahr 2019 wackelt schon. Weil es erstens eine vage Schätzung ist, die zweitens auf unbekannten Größen aufbaut. Was ist, wenn die Arbeiten in der alten Weströhre deutlich später als Ende Juli beginnen? Ausgeschlossen ist das nicht. Was, wenn die Sanierung wieder auf unerwartete Probleme trifft? In der Oströhre war es im Beton verborgener Schrott. Was, wenn die Firma erneut schlechte Arbeit abliefert? Dann rückt der geplante Baubeginn für die neue Rader Hochbrücke im Jahr 2022 bedenklich nahe. Zwei für die Region lebenswichtige Nord-Süd-Verbindungen wären dann nachhaltig gestört.

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Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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Rendsburger Kanaltunnel
Foto: Der Rendsburger Kanaltunnel soll erst Anfang 2019 fertig sein.

Die Bauarbeiten im Rendsburger Kanaltunnel ziehen sich voraussichtlich noch mindestens bis Anfang 2019 hin. Zuletzt war das Wasser- und  Schifffahrtsamt von 2018 ausgegangen. Die Großsanierung hat 2011 begonnen. Seit vier Jahren ist die Oströhre gesperrt.

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