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Jan von Schmidt-Phiseldeck zur Grünen Woche

Kommentar Jan von Schmidt-Phiseldeck zur Grünen Woche

Wenn am Sonnabend in Berlin ökologisch und konventionell wirtschaftende Landwirte Seite an Seite mit Verbraucherschützern, Kirchenvertretern und Politikern für eine neue Agrarpolitik unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt“ demonstrieren, zeigt sich erneut die ganze Wucht der Akzeptanzmisere, in der die Branche seit Jahren steckt.

Die „Grüne Woche“ als weltgrößte Messe für Ernährung und Landwirtschaft ist in Zeiten der Massentierhaltung nur noch Folklore; der Mär vom heilen Landleben und glücklichen Kühen glauben immer weniger Deutsche. Und weil den Landwirten aufgrund kaum auskömmlicher Preise für Milch oder Fleisch das Wasser teilweise schon weit über dem Kopf steht, wollen sie in Berlin zu Recht für eine neue Förderpolitik kämpfen.

 Das Problem sind dabei nicht nur die sinkenden Weltmarktpreise aufgrund der steigenden Produktion auch in anderen Erzeugerländern, nicht nur die Exportsanktionen: Das Problem ist auch hausgemacht. Der Bauernverband hält weiterhin an Wachstumspolitik und Besitzständen fest, stellt sich zu wenig den Kritikern, die eine neue Form der Landwirtschaft fordern. Gut sechs Prozent der deutschen Ackerfläche werden ökologisch bewirtschaftet, 20 Prozent will die Bundesregierung erreichen. Diese Umstellung muss mit EU-Geldern gefördert werden, weil sie nachhaltig ist. Und weil sie das Berufsbild des Landwirtes positiv verändern wird.

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Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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Grüne Woche
Foto: Carsten Schlüter, Matthias Stührwoldt und Dieter Menke-König (von links) starteten zu ihrem Zehn-Stunden-Ritt mit ihren Treckern nach Berlin zur Agrarwende-Demonstration.

Am Freitag hat die weltgrößte Agrarmesse Grüne Woche in Berlin begonnen. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) warb um ein größeres Verständnis dafür, dass Regionalität, Tierwohl und nachhaltige Produktion ihren Preis wert seien. Dafür machen sich vor Ort auch zwei Bio-Landwirte aus Schleswig-Holstein stark.

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