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Jan von Schmidt zu Edeka

Kommentar Jan von Schmidt zu Edeka

Der Einstieg von Online-Händlern wie Amazon hat den harten Wettbewerb im Lebensmittelhandel verschärft. Discounter und Supermarktketten reagieren kurzfristig, legen Milliardenprogramme zur Modernisierung ihrer Filialnetze auf.

Allein Marktführer Edeka, der gemeinsam mit Rewe, Aldi und der Schwarz-Gruppe für 85 Prozent des gesamten Lebensmittel-Einzelhandels steht, investiert etwa 1,9 Milliarden Euro in Märkte, Logistik und Produktionsbetriebe.

Gerade durch die Ausweitung der Eigenproduktion – Edeka verfügt bundesweit unter anderem über 17 eigene Fleischwerke und 16 Backbetriebe – sollen Kosten gesenkt und Gewinne gesteigert werden. Die Strategie des Unternehmens stößt bei den zumeist selbstständigen Kaufleuten nicht immer auf Gegenliebe: Aufgrund der harten Konkurrenz ist es kaum möglich, die teure Raumkosmetik auf die Preise umzulegen. Die etwa 670 zur Edeka Nord zusammengeschlossenen Kaufleute wollen bei Entscheidungen in einem sich rasant verändernden Markt stärker mitreden, nicht jedem Trend blindlings folgen, der wie der Online-Handel zunächst nur hohe Kosten verursacht.

Mit dem überraschenden Wechsel an der Spitze der Edeka-Regionalgesellschaft will der Aufsichtsrat ein Zeichen setzen und den Kaufleuten die Hand reichen. Bessere Abstimmung und flexiblere Entscheidungswege sind dringend notwendig, damit Edeka nach dem Angriff von Rewe die Spitzenposition im Norden verteidigen kann.

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Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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