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Jörn Genoux zum Netzausbau in Schleswig-Holstein

Kommentar Jörn Genoux zum Netzausbau in Schleswig-Holstein

Das war eine gute Gelegenheit, um sich gegenseitig auf die Schultern zu klopfen. Der Tennet-Chef lobte Land und Leute, weil es für den Netzbetreiber hier in Schleswig-Holstein bisher wirklich optimal gelaufen ist. Und der grüne Energiewendeminister Robert Habeck gab das Lob postwendend zurück, weil der Konzern den offenen Dialog mit Anwohnern, Verbänden und Gemeinden führt.

Und da muss man in diesem konkreten Fall wohl auch gar nicht stutzig werden. Denn nach allem, was zu hören ist, laufen die Planungen für die neuen Leitungen in Schleswig-Holstein zwar nicht ohne Konflikte, aber tatsächlich sehr transparent und professionell.

Und trotz aller Dialogrunden, Bürgergespräche und Verhandlungen, Einwendungen und Erwiderungen: Das Projekt kommt auch noch einigermaßen zügig voran. Wer sich über Verzögerungen und Kostensteigerungen bei anderen Großvorhaben wundert und ärgert, der sollte das einmal anerkennen. Denn insgesamt sind auch der Neu- und Ausbau der Stromnetze hier im Norden und die gleichzeitige Anbindung der Offshore-Windkraft höchst komplexe Projekte, bei denen richtig viel schief könnte. Das aber ist bislang zum Glück nicht geschehen. Wenn jetzt auch noch die Politik im Süden Deutschlands mitzieht und die Voraussetzungen für den Netzausbau dort schafft, dann könnte dieser wichtige Teil der Energiewende tatsächlich gelingen.

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