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Jörn Genoux zur Lage bei Volkswagen

Kommentar Jörn Genoux zur Lage bei Volkswagen

Man fragt sich wirklich, was die Verantwortlichen bei VW geritten haben mag: Diesel-Abgaswerte zu manipulieren, das ist weit mehr als Betrug am Kunden. Das geht auch direkt gegen den Gesetzgeber in den USA. Und es trifft die Mitarbeiter in aller Welt, die redlich arbeiten und nun dafür geradestehen müssen. Denn durch diese Manipulation ist mit einem Schlag viel Vertrauen verloren gegangen – nicht nur in den USA.

Der VW-Vorstand hat offenbar die Gefahr erkannt und daher eine umfassende Zusammenarbeit mit den Behörden angekündigt. Und er weiß sicher auch, dass US-Behörden bei solchen Tricksereien überhaupt keinen Spaß verstehen. Nun kommen gewaltige Ausgaben auf die Wolfsburger zu – das zu einer Zeit, da es auch an anderen Stellen nicht gerade rund läuft. In den wichtigen Auslandsmärkten China, Russland und Brasilien, die für mehr als 40 Prozent der Fahrzeugverkäufe stehen, sind aus unterschiedlichen Gründen die Absätze stark eingebrochen. Und die Konkurrenz aus Asien und den USA (vor allem General Motors) holt auf. Andere Märkte wie Indien und Indonesien hat der Konzern, der ja Toyota als größten Autobauer der Welt ablösen will, immer noch nicht erschlossen. Denn die Entwicklung eines Billigautos für diese Länder ist bislang gescheitert; die Kooperation mit Suzuki wurde erst vor wenigen Tagen endgültig beendet. VW-Chef Winterkorn steht daher vor der wohl schwierigsten Phase seiner Amtszeit.

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