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Jörn Genoux zur Wirtschaft im Norden

Kommentar Jörn Genoux zur Wirtschaft im Norden

Die Wirtschaft in Schleswig-Holstein und Hamburg entwickelt sich stabil. Die meisten Unternehmen blicken laut der aktuellen Umfrage des UVNord positiv auf die Entwicklung der nächsten Monate. Doch das ist der Blick auf die Gesamtlage in den beiden Bundesländern. Es lohnt sich durchaus, ein paar Details in den Fokus zu nehmen.

Da fällt zum einen auf, dass im bisherigen Jahresverlauf die Entwicklung in der Hansestadt deutlich besser war als im „echten Norden“. Und der Vergleich der einzelnen Branchen zeigt, dass gerade die für Schleswig-Holstein so wichtige Metall- und Elektroindustrie in den vergangenen Monaten an Schwung verloren hat. In Kiel kann man also etwas weniger beruhigt auf die jüngsten UVNord-Zahlen blicken als in Hamburg.

Was tun? Die Konjunktur lässt sich schließlich nicht per politischem Beschluss ankurbeln. Die Möglichkeiten einer Landesregierung sind da sehr begrenzt. Aber man sollte als Regierung in einer solchen Lage sehr vorsichtig sein mit Erlassen und Gesetzen, die kleinen und mittelgroßen Betrieben weitere Lasten auferlegen. Und vielleicht sollte man in Kiel endlich die Initiative ergreifen und auf Hamburg zugehen: Die Kooperation zwischen den beiden Ländern kann und muss vertieft werden. Wenn das Land beispielsweise ein Konzept zur Entwicklung der Industrie in Schleswig-Holstein entwickeln will, dann ist das ohne eine Beteiligung Hamburgs eigentlich nicht denkbar.

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