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Jürgen Küppers zu den Kita-Plätzen

Kommentar Jürgen Küppers zu den Kita-Plätzen

Um diesen Kraftakt sind die Verantwortlichen für die Kinderbetreuung in Kiel wahrlich nicht zu beneiden. In den kommenden Jahren müssen insgesamt rund 1500 zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen werden. Mindestens. Nicht nur für Flüchtlingskinder.

Denn auch ohne sie wächst Kiel weiter – weil die Stadt auch für junge Familien immer attraktiver wird. Hinzu kommt eine steigende Nachfrage nach mehr Betreuungsstunden, weil immer mehr Eltern mehr arbeiten wollen (oder müssen). Insofern dürften diese zusätzlich nötigen Millionen zum Ausbau der Betreuungskapazitäten den Kieler Haushalt bis zur absoluten Schmerzgrenze belasten, vielleicht sogar darüber hinaus.

Eine Wahl hat die Stadt aber nicht. Sie will und muss den Rechtsanspruch aller Eltern auf Betreuung erfüllen. Sie will die Integration von Flüchtlingen, die schon in Kitas beginnt, vorantreiben. Sie will Qualitätsstandards der Betreuung dabei aber nicht verringern. Deshalb kostet eine wachsende Stadt so viel Geld. Sollte es bei allen Kraftanstrengungen nicht reichen, bleibt nur der Hilferuf Richtung Berlin oder Landeshaus. Das Land müht sich zwar nach Kräften, steigerte deutlich seine Zuschüsse. Aber so wie es jetzt aussieht, wird eine so stark wachsende Kommune wie Kiel noch mehr Hilfe benötigen. Gelingt dann aber Integration auch durch gute wie frühzeitige Kinderbetreuung, könnte sich später erweisen: Das Geld war als Zukunftsinvestition gut angelegt.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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Beim Ausbau der Kinderbetreuung steht die Stadt vor einem gewaltigen Kraftakt. Sie schafft im laufenden und kommenden Kindergartenjahr rund 600 weitere Plätze in Kitas oder für Schulkinder. Hinzu kommen zusätzliche Betreuungsstunden für 345 Elementarkinder, deren Eltern berufstätig sind.

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