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Jürgen Küppers zum geplanten Windpark in Kiel

Kommentar Jürgen Küppers zum geplanten Windpark in Kiel

Die Vorstellung der Pläne und Gutachten zum interkommunalen Großprojekt eines Windparks im Kieler Süden verlief zwar ruhiger als von Verwaltungsspitzen befürchtet. Aber beruhigt dürften die meisten Anwohner trotzdem nicht nach Hause gegangen sein. Allen Beteuerungen der Gutachter zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zum Trotz blieben viele Fragen offen. Und es steht zu befürchten, dass es eher eine Ruhe vor dem Sturm des Widerstandes war.

Denn die Windkraftanlagen fallen nicht nur deutlich höher aus als ursprünglich geplant. Sie rücken mit einem Mindestabstand von rund 800 Metern auch näher an Wohnhäuser heran als es zum Beispiel bei Windparks in den Weiten des Marschlandes an der Westküste der Fall ist. Zur Beruhigung der Anwohner trägt auch nicht bei, dass selbst Experten noch nicht wirklich einschätzen können, wie der nicht mehr wahrnehmbare (aber deswegen nicht zwangsläufig unwirksame) Infraschall Gesundheit und Wohlbefinden beeinflusst.

Hinzu kommen auch noch jede Menge weitere Unwägbarkeiten, vor allem juristische. Denn nach aktuellem Stand müsste das Land nach Umsetzung seiner Anti-Wildwuchs-Gesetzesinitiative zu Windkraftanlagen für das Kieler Projekt eine Ausnahmegenehmigung erteilen. Zudem liegt das Areal dafür derzeit noch in einem Landschaftsschutzgebiet. All das deutet darauf hin, dass es ohne Gegenwind nicht abgehen wird. Und nicht ohne weitere belastbare Informationen.

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Foto: Die stärkste Kritik der Bürger in der Sporthalle der Meimersdorfer Johanna-Mestorf-Schule entzündete sich vor allem an der Dimension der Windkraftanlagen.

Der große Sturm der Entrüstung gegen die Pläne zum Windpark Kiel/Flintbek blieb am Freitagabend zwar aus. Trotzdem mussten sich Gutachter und Spitzen der Verwaltung bei der ersten öffentlichen Vorstellung des Riesenprojekts mit einem Investitionsvolumen von rund 30 Millionen Euro vielen kritischen Fragen der Anwohner zum geplanten Betrieb von fünf Windkraftanlagen im Kieler Süden stellen.

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